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Schlüssel zum Erfolg in der Hundeerziehung

Wie findet man den Schlüssel zum Erfolg in der Hundeerziehung?

 

 

Bücher gibt es viele in denen man Anleitungen zur Hundeerziehung bekommt. Sehr viele Leser haben die gutgemeinten Ratschläge durchprobiert und sind jämmerlich gescheitert.

Woran liegt das?

 

Frag ich doch mal anders?

 

Wie findet man den Schlüssel zum Erfolg in einer guten Ehebeziehung?

 

Was würden Sie mir antworten?

 

Vertrauen, kein Ehebruch, keine Gewalt, Gemeinsamkeiten, guter Umgang miteinander,

Ehrlichkeit usw.usw.

 

Was glauben Sie ist bei dem Zusammenleben mit Ihrem Hund anders?

 

Eigentlich nichts, denn in erster Linie ist es mal wichtig, dass Sie wissen, warum will ich eigentlich einen Hund. Wenn Sie sich diese Frage ganz konkret beantworten können, sind Sie schon mal einen Schritt weiter.

 

Jetzt muss ich als Frau mal gerade ein wenig lächeln, denn würde ich mir die Frage stellen, warum will ich einen Mann?, dann kommt prompt immer erst die Antwort:“ Weil ich ihn liebe.“ Ist das aber wirklich die Wahrheit?, und was ist denn überhaupt Liebe? Für manche Menschen steht die Liebe tatsächlich an der ersten Stelle und genau aus diesem Grund habe ich keinen Mann. Doch ich habe Hunde, genau aus dem Grund, weil ich sie liebe und diese Liebe mir vertrauensvoll von ihnen auch entgegengebracht wird.

 

Hier haben wir nun bereits drei Punkte angesprochen die in dem Zusammenleben mit einem Hund wichtig sind.

 

Ich muss wissen warum ich einen Hund will. Man spricht hier von einer intrinsischen Motivation. Ich erziehe einen Hund, weil ICH es so will. Ich war 55 Jahre im Ehrenamt beim Roten Kreuz, warum?, weil ich es so wollte. Ich habe für diese erbrachten Leistungen keine Hand aufgehalten und auch fast nie ein Danke Schön bekommen. Das habe ich aber gerne gemacht und Bezahlung war mir egal. Den Menschen mit denen ich es zu tun hatte, merkten meine Begeisterung für diese Arbeit und ich konnte mit jedem, selbst schwer erkrankten Patienten so umgehen, dass diese selbst ein Lächeln im Gesicht hatten, selbst wenn es ihnen verdammt dreckig ging. Ich liebte diese Berufung, die später dann mein Beruf wurde, bis ich selbst einem Unfall zum Opfer fiel und mich auf die Hundeerziehung konzentrierte. Von einer extrinsischen Motivation spricht man, wenn man den Hund nur als Nutztier halten möchte. Hier stehen beide unter Druck. Man kennt das doch aus eigener Erfahrung wenn man sich einer Prüfung unterziehen muss. Zuhause hat man alles gekonnt und mit einem Schlag ist alles was man wusste verblasst. Dem Hund geht es nicht anders, so bald er unter Druckzwang steht, passiert ein Fehler nach dem anderen. Doch wir Menschen sind einfach so. Wir sind geprägt durch Erziehung und Umwelt anders zu leben und können uns nicht in den Hund hineinversetzen. Der Hund dagegen versucht immer wieder uns zu zeigen was er gerne möchte. Wir verstehen ihn nicht und wenden uns einfach ab. Diese Hunde werden dann psychisch krank, oder sogar aggressiv. Wir Menschen suchen immer eine billige und effektive Problemlösung, möglichst auf Knopfdruck. Bei so vielen Angeboten in der Hundeerziehung sieht dann der Mensch den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und versucht es mit Gewalt, mit Rucken an der Leine, letztendlich muss ein Stachelhalsband her und wenn das alles noch nichts genutzt hat geht man über zum Teletac. Er will ja diese Situation ändern, aber so geht das nicht.

 

Es wird einige Zeit benötigt um die Ursachen zu erkennen und diese aus der Welt schaffen zu können. Wie viele Menschen haben einen Hund der , sobald er Kinder oder Menschen sieht sich wie wild an der Leine gebärdet. Oft sind es die Eltern der Kinder oder die Nachbarn die dann Beschwerde beim Ordnungsamt erheben und nun ist die Zeit gekommen, wo der Hundehalter denkt, so jetzt muss was passieren damit das Problem aus der Welt geschafft wird. Versuchen wir doch mal gerade hier in diesem Beispiel die Seite des Hundes zu verstehen. Der Hundebesitzer sieht die Kinder und denkt schei.....jetzt geht das Theater mit dem Hund gleich los. Er nimmt den Hund noch kürzer an die Leine. Hund merkt natürlich wie angespannt sein Besitzer ist. Er riecht es förmlich, dass hier was stinkt. Dann kommt auch vielleicht noch mit grober Stimme ein „bei Fuß“. Doch was sagt uns der Hund eigentlich. Hey Boss, da ist was, siehst du das auch?. Ich habe Angst um dich und habe keine Ahnung ob das was da auf uns zu kommt nicht schlecht ist.

 

Boss signalisiert natürlich durch sein Verhalten, klar du hast recht da kommt ein Unheil auf uns zu . Hund zeigt seine Beißerchen, denn sein Boss hat Angst und die Sache nicht im Griff. Boss signalisiert, hilf mir , ich habe das alles nicht im Griff. Problem Hoch Drei ist perfekt! Jetzt kommt natürlich alles zum Einsatz, angefangen beim Stachelhalsband bis hin zu Reizstromgeräten. Doch das wird nicht die Lösung dieses Problems sein. Manche suchen dann eine Hundeschule auf die einem verspricht in 8 Tagen zum absoluten Traumhund und das nach Möglichkeit noch günstig und effektiv. Vergessen Sie es.

Wenn Sie sich hier in den Zeilen irgendwo wiederfinden, will ich nicht damit sagen Sie sind ein schlechter Mensch, nein ich sage aber , dass Sie einfach nur ein Mensch sind, der sich über seinen Hund noch keinen Kopf gemacht hat. Denn man kann die Sache aus anders sehen. Gottlob tendieren bereits Hundeschulen in diese Richtung.


Also schauen wir uns die Situation mal aus der Sicht des Hundes an und aus der Sicht eines Hundehalters der seinen Hund versteht.

Beim Gassi gehen stellt der Hund die Lauscherchen hoch, sieht ein paar Kinder, die aber sein Boss schon längst vor ihm erblickt hat und beruhigend in zu sich ruft, die Leine anlegt und ohne große Emotionen an den Kindern vorbei geht.  Der Hund spürt keine kurze Leine, keine Adrenalinausstoß seines Herrchen. Hat keinerlei Bedenke, dass nun was Schlimmes passiert. Boss lobt natürlich seinen Hund. Hund fühlt sich verstanden, denn er muss um seinen Boss keine Angst haben und wenn er keine hat, warum sollte ich dann Angst haben. Beide fühlen sich sicher und gehen dann einfach ihres Weges weiter. So einfach kann es sein. Doch bis man mal so weit ist, gehen beide noch durch eine harte Schule. Beide, nein eigentlich nur der Boss, sondern der Hund ist sich immer sicher das was er tut auch richtig ist.

Es muss eine Zuneigung bestehen, egal ob der Hund als Welpe oder als ausgesetzter Hund zu Ihnen kommt, der meistens bereits ein Schicksal hinter sich hat und mit Problematiken behaftet ist. Wenn ich mir in den Kopf setze, ich nehme einen Hund, der bereits schlechte Erfahrung mit Menschen gemacht hat, dann will ich es. Der Hund wird spüren, Sie wissen was sie wollen und nach anfänglicher Distanz das Vertrauen aufbauen. Wenn ich mir dessen bewusst bin, was er fühlt und seine Angst ernst nehme, dann wird mir mein Vorhaben auch gelingen. Stellen wir uns mal vor, zwei Schwester, eine davon hat seit vielen Jahren einen Hund. Die andere dagegen eine absolut saubere Wohnung ohne Haustiere. Nun wird die Schwester mit Hund krank und die andere ist nun notgedrungen zur Hundehalterin beordert. Was glauben wird passieren? Die beiden werden niemals ein harmonischen Team, denn mit so viel Vorbehalt kann man nicht mit einem Tier zusammen leben. Ich hoffe Sie verstehen was ich Ihnen damit sagen möchte

Vertrauen, Vertrauen ist das a und o in einer gemeinsamen Beziehung. Nur so ist es möglich den gemeinsamen Lebensweg zu beschreiten. Wenn Ihr Hund merkt, Sie wissen genau was Sie tun und Verhalten sich ihm gegenüber verständlich, dann haben Sie leichtes Spiel den Hund auch ohne Hundeschule zu erziehen.

Damit Sie als Hundeführer diesen Weg überhaupt gehen können, sollten einige Iher Bedürfnisse befriedigt sein, denn sonst spürt Ihr Hund wieder Ihr Unbehagen und  es klappt nicht ein Traumteam zu werden.

 

Sie sollten als Hundehalter natürlich ein Dach über dem Kopf haben, ausreichend zu Essen sollte vorhanden sein und man sollte gesund sein. Natürlich dürfen Sie auch keine Angst um Ihr Leben haben, denn das spürt Ihr Hund und zeigt in der Regel dann Aggressionen. In Familien ist es wichtig, dass der Hund gemeinsam angeschafft wird und von allen Familienmitgliedern respektiert und gewollt ist. Man sollte übe ein gesundes Selbstbewusstsein verfügen, sich nicht langweilen und auch nicht an der Manager Krankheit leiden. Tun Sie nie etwas was Ihnen absolutes Unbehagen verursacht. Das kennt man aus Hundeschulen mit Trainern der alten Schule die immer noch Gewalt als die tolle Erziehungsmethode anpreisen.

Wenn Sie keinerlei Probleme in diesen Bereichen aufweisen kann eine Hundeerziehung Ihnen kaum Probleme machen. Ist das nicht der Fall, sollten Sie überlegen ob ein Hund die richtige Wahl ist.

 

Wenn ich allerdings an meine Homepage denke, wo ich dazu tendiere, dass auch alte Menschen einen Hund haben dürfen, dann muss ich hier einlenken , denn ein Hund kann der Auslöser sein zum Umdenken. Der alte Mensch hat in der Regel eine liebevolle Beziehung, denn er will ja das Tier. Wenn auch nur um sich selber einen  Gefallen zu tun. Er kommt wieder an die frische Luft. Er bewegt sich in der Natur. Seine Lebensqualität steigt, denn durch den Hund kommt er mit anderen Menschen in Kontakt. Er lebt gesünder und fühlt sich wohl. Einfach gesagt es geht ihm gut. Wenn es ihm gut geht, dann geht es dem Hund mit Sicherheit auch gut.

 

Die Realität sieht in der heutigen Zeit aber anders aus, denn in vielen Familien kommen Hunde wo vielleicht einer krank wird. Jemand wird arbeitslos und das Geld wird knappt. Man macht sich Gedanken wie es weiter gehen soll und glauben Sie mir, Ihr Hund merkt das etwas nicht stimmt. Wenn man selber am Boden zerstört ist, dann auf Training und Erziehung lieber verzichten bis sich die Wogen wieder geglättet haben. Lieber in solchen Situationen mal Trost beim Hund suchen und mit ihm schmusen oder eine Radtour unternehmen bei der man dann in der schönen Natur auch selber mal etwas abschalten kann.

 

Egal für welchen Hund man sich entschieden hat. Man sollte immer auf seine rassespezifischen Bedürfnisse eingehen.

27.8.12 23:03
 
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